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Man kann ohne weiteres sagen, dass die Entwicklung von Spielen zur hohen Programmierkunst zählt. Nicht nur die Programmierung allein ist hier ausschlaggebend, sondern vor allem die Planung des Spiels.
Ein Spiel, das nicht von hinten bis vorne komplett durchdacht und geplant ist, ist von vorneherein schon fast zum scheitern verurteilt.
Daher sollte man sich vor der Programmierung einige Gedanken zur Zielgruppe, zum Ablauf, zur Sicherheit und den verwendeten Technologien machen.
Bei der Entwicklung von Browsergames im Speziellen sollten zudem die Anforderungen, die verschiedene Browser und Betriebssysteme stellen, bedacht und berücksichtigt werden. Außerdem muss auf die Ladezeiten der einzelnen Spiel-Screens geachtet werden, da ansonsten evtl. User mit einer langsamen Internetverbindung (z.B. DSL 1000) abgeschreckt werden.
Die Usability - die intuitive Bedienbarkeit - sollte (wie bei allen Programmen) ebenfalls beachtet werden. Das beste Spiel und die beste Software ist sinnlos, wenn die Benutzung nicht eingängig bzw. zu kompliziert ist und deshalb von niemandem genutzt wird.
Bei der Spieleentwicklung im Allgemeinen ist es Ratsam, für manche Funktionalitäten auf fertige Klassen und Bibliotheken zurückzugreifen, da diese meist getestet und fehlerfrei sind. Ich persönlich bevorzuge es, für die Klassen für meine Projekte selbst zu entwickeln, weil ich so immer weiß, was die Methoden machen und wie ich sie benutzen muss. Außerdem kann ich die Klassen so perfekt auf meine eigenen Bedürfnisse anpassen, was in vielerlei Hinsicht von Vorteil ist, wie ich finde.
Wenn die Planung soweit fertig ist, zeichne ich mir meist auf großes Papier ("große Gedanken brauchen großes Papier") die einzelnen Screens des Spiels auf, bevor ich sie im Grafikprogramm umsetze. Das hat den großen Vorteil, dass man schon vor der digitalen Umsetzung ein Gesamtbild des Projekts vor Augen hat. So können leicht auch große Änderungen an den Designs vorgenommen werden. Das Zeichnen von Hand geht zudem viel schneller vonstatten als das Zeichnen am PC, sodass viel schneller Ergebnisse zu sehen sind.
Anschließend werden die gezeichneten Screens mit der Planung auf unregelmäßigkeiten verglichen. Sind alle Funktionen in den Screens berücksichtigt? Stimmt der Ablauf? Wurde auf die Usability geachtet?
Ist das geschehen und die evtl. notwendigen Änderungen am Design (oder an der Planung) vorgenommen, werden die von Hand gezeichneten Screens mit einem Grafikprogramm umgesetzt.
Nun kann entsprechend der Planung mit der Programmierung des Browsergames begonnen werden.
Seite für Seite. Erst das Layout, dann die Technik.
Ist alles fertig wird das Projekt noch ausgiebig auf semantische und syntaktische Fehler getestet.
Fertig ist das Browsergame. (So im groben ;-))
Das schwierigste Problem ist bei der Entwicklung solch komplexer Webprojekte, wie es ein Browsergame ohne Zweifel ist, meiner Meinung nach die Selbstmotivation. An einem gewissen Punkt stagniert die Entwicklung eventuell und die Motivation lässt dank kaum vorhandener Erfolgserlebnisse nach. Wer es nicht schafft, sich in solchen Momenten selbst zu motivieren und nicht diszipliniert genug ist um trotzdem weiterzumachen, der sollte am besten gar nicht erst anfangen ein Browsergame oder ein Spiel im Allgemeinen zu programmieren.
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